5 Mythen über Rückenschmerzen
Lisa Mewaldt

Lisa Mewaldt

Physiotherapeutin

5 Mythen über Rückenschmerzen

Liebe Patienten,

bei der täglichen Arbeit fällt es immer wieder auf, dass sich einige Patienten, an nicht haltbaren Mythen klammern und entsprechend falsche Schlüsse daraus ziehen! Dementsprechend habe ich mich damit auseinandergesetzt und mir fünf Mythen rausgepickt.

Meine Top5 Mythen

I. Mit bestimmten Bewegungen, wie bücken oder strecken des Rückens kann man Schaden anrichten

Falsch, man sollte so schnell es wieder möglich ist, sich so normal wie möglich bewegen. Ein entspanntes und selbstsicheres Bewegungsverhalten wird empfohlen, Vertrauen Sie ihrem Rücken.

II. Starke Schmerzen bedeuten eine größere Verletzung des Rückens

Falsch, Schmerz ist ein Output des Gehirns und häufig spielt eine Summation von vielen Faktoren eine Rolle (z.B. Bewegungsmangel, verringerte Belastbarkeit, Stress, Schlafstörung, private/berufliche Probleme). Schmerz bedeutet nicht unbedingt, dass ein Schaden vorhanden ist.

III. Bildgebende Verfahren sind essentiell, um die Ursache von Rückenschmerzen zu finden

Falsch, bildgebende Verfahren sind nur in Ausnahmefällen anzuwenden (etwa 1% der Fälle von Rückenschmerzen). Ihre Ergebnisse neigen häufig zur Verunsicherung. Die meisten Befunde lassen sich auch bei Menschen ohne Beschwerden finden.

IV. Rückenschmerzen bedeuten, dass etwas Schlimmes dahintersteht

Falsch, nur hinter einem sehr geringen Prozentsatz (< 1%) von Rückenschmerzen stehen bedrohliche Erkrankungen.

V. Meine Schmerzen kommen durch einen raus gesprungenen Wirbel (Rippe, ISG)

Falsch, Wirbel springen höchstens nach einem größeren Traum (schwerer Autounfall, Sturz aus großer Höhe) raus.

Quelle: O`Keeffe M., Griffin D., O´Sullivan K. & Maher C., 10 myths about back pain. Irish Independent 2. 1.2017; 6-7

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